Wissenswertes

Wissenswertes

Inner Shining

Echte Kolloide vs. unechte Kolloide

hIn diesem Kapitel möchte ich aufzeigen was der Unterschied zwischen echten und unechten Kolloiden ist, wie man diese erkennt und welche Nebenwirkungen und teils irreversiblen Schäden vor allem bei längerem Gebrauch z.b. chemisch hergestellter Kolloide auftreten können.

Über 95 % der im Internet angebotenen Kolloide sind keine und enthalten leider nicht einmal ansatzweise die offerierten Konzentrationen. 

Als wir erstmals auf Kolloide aufmerksam wurden,  ist uns nach intensiven Recherchen über die Wirkung & Herstellung von Kolloiden schnell klar geworden, dass eine wirksame Konzentration mit einem Silbergenerator nicht herzustellen war. Mit Ausnahme von kolloidalem Silber, da es eine sehr schwache atomare Bindungsstruktur hat. 

Nach weiteren Recherchen waren wir fassungslos als wir erfuhren wie einige Hersteller ihre Kolloide produzieren. Auch wir haben damals von namenhaften Kolloidherstellern unsere Kolloide bezogen und nach Überprüfung festgestellt, dass es sich dabei nicht um echte Kolloide handelt. Ein sehr einfacher Weg dies zu überprüfen ist z.b. die Messung mit einem PPM Messgerät. Da echte Kolloide ladungsneutral sind, muss dieses zwischen 0 und ca. 6 PPM anzeigen. Bei einem unserer getesteten Kolloide zeigte das Gerät beispielsweise 46 PPM an. Weitere Erkennungsmerkmale beschreibe ich weiter unten im Text "echte Kolloide".

Viele Hersteller nutzen chemische Verfahren, um ionische Lösungen und kolloidale Dispersionen in großen Mengen & hohen PPM Konzentrationen schnell und billig herzustellen. Das jeweilige Material wird dafür in entsprechenden Säuren aufgelöst und chemisch aufbereitet. 

 

Chemische Herstellungsverfahren

Ein Beispiel dafür ist chemisch hergestelltes kolloidales Gold. Hierfür wird Gold in Königswasser (eine Mischung aus Salzsäure und konzent-rierter Salpetersäure) aufgelöst. Dadurch entsteht zuerst ionisches Goldchlorid (Goldsalz), welches sich tiefrot färbt. Früher wurde damit rubinrotes Glas hergestellt.

Durch Hinzufügen einer weiteren Chemikalie, verbinden sich die Teilchen zu kolloidalem Gold. Zusätzliche Stabili-satoren verhindern das Ausflocken. Anschließend wird es mit reinem Wasser vermischt.

Durch die hohe Verdünnung wird es wieder farblos. Manche Hersteller fügen noch Farbstoffe hinzu, damit das Goldkolloid wieder eine rote Färbung annimmt.

Es gibt noch weitere fragwürdige Verfahren, auf die wir aber hier nicht weiter eingehen.

 

Wirkung und Nebenwirkung chemischer Herstellungsverfahren

Beim chemischen Verfahren entsteht kein reines kolloidales Gold. Die Goldionen verbinden sich sofort zu nicht unbedenklichen, leicht ätzenden Goldsalzen (Goldchlorid), die sich auch im Gewebe einlagern. Dadurch entsteht bei längerem, höherem Konsum Chrysiasis. Es ist eine schiefergraue, metallisch glänzende, irreversible Verfärbung der Haut. In der Vergangenheit wurden solche Goldsalzverbindungen in der Behandlung von Rheumapatienten erfolgreich eingesetzt. Aufgrund der starken Nebenwirkungen wurde das Verfahren wieder eingestellt.

Goldchlorid wirkt schwächer als kolloidales Gold bei gleicher Konzentration, weil es kein reines Gold mehr ist. Es kann jedoch erhebliche Nebenwirkungen auslösen.

Die Hersteller, die es chemisch herstellen, bewerben für das „kolloidale Gold" als Herstellungsmethode meist die Elektrolyse oder irgendein anderes wunderliches Verfahren. Oftmals wird explizit betont, dass es chemikalienfrei, oder ohne weitere Zusätze hergestellt wurde, was mit dem offerierten Herstellungsverfahren, zur angegeben ppm-Konzentration, physikalisch nicht möglich ist. 

 

Kolloidales Silber chemisch hergestellt

Es gibt ein weiteres chemisches Verfahren, um z.B. kolloidales Silber herzustellen. Inzwischen werden auch andere kolloidale Produkte damit hergestellt. Hierbei wird z.B. Silberpulver, welches durch Zermahlen in Kolloidmühlen hergestellt wurde, in Wasser mit Casein (Milchproteine) vermischt. Die kolloidalen Teilchen sind extrem groß und werden vom Körper als Abfallstoff ausgeleitet oder lagern sich im Gewebe ein. Die Wirkung ist minimal.

Sie haben bisher einiges über unechte Kolloide erfahren und wissen nun, dass bei den Angeboten oftmals Angaben gemacht werden, die physikalisch nicht herstellbar sind. Kolloide sind nicht als Nahrungsergänzung oder medizinische Produkte zugelassen. Sodass es keine rechtlichen Vorgaben für die Herstellung gibt, jeder kann es leider so herstellen, wie er eben möchte.

 

Woran erkenne ich echte Kolloide?

Die Farbe:

Eine farblose Flüssigkeit enthält keine oder nur sehr wenig kolloidale Teilchen. Im Beispiel von Gold erhalten wir je nach Konzentration und Größe der enthaltenen Teilchen einen rosa bis violetten Farbton. Schon in der Antike nutzten römische und mittelalterliche Glashersteller winzigste Gold und Silberpartikel um dem Glas eine einzigartige Färbung zu geben.

 Achtung: Manche Hersteller nutzen Farbstoffe um ihre Kolloide einzufärben!!

Die PPM Messung:

Wie bereits weiter oben erwähnt kann ein PPM Messgerät auf die Herstellungsart hinweisen. Da Kolloide ladungsneutral sind sollte dieses ca. 2 bis 6 PPM anzeigen. Eine genaue Konzentration lässt sich mit solch einem Gerät jedoch nicht bestimmen.

Der Gefriertest:

 Echte Kolloide erkennt man daran, dass sich im Beispiel von kolloidalem Gold beim Einfrieren die Farbe von Rosa auf Lila verändert. Durch die Kälte wird den kolloidalen Teilchen Energie entzogen, wodurch die größeren zu kleineren zerfallen. Je nach Teilchengröße wird das Licht anders absorbiert und gestreut. Dadurch entsteht die Farbveränderg. Nach ca. 48 bis 72 Std. im Gefrierschrank wird das Kolloid farblos und setzt sich nach dem Auftauen als Bodensatz ab.

Der Salztest:

Kolloidales Silber von ionischem Silber unterscheiden:

Bei den meisten Angeboten von kolloidalem Silber handelt es sich um ionisches Silber. Ionische Lösungen verbinden sich mit anderen Elementen während Kolloide chemisch stabil bleiben. Wird Salz hinzu gegeben, dann verbindet sich ionisches Silber mit dem Salz zu Silberchlorid wodurch es trüb wird. Wird es dabei dunkelbraun/schwärzlich sind Chemikalien enthalten.

Im Falle von ionischem Silber lässt sich sagen dass auch dieses Verfahren ein gutes Produkt hervorbringen kann. Solang es unter Berücksichtigung wichtiger Kriterien selbst hergestellt wird oder aus einer vertrauensvollen Quelle stammt. Jedoch bietet das Kolloid einige Vorteile.

Vorteile von kolloidalem Silber gegenüber ionischem Silber:

Kolloide sind chemisch stabil und verbinden sich nicht mit anderen Elementen. Bei ionischen Lösungen hingegen besteht die Gefahr, dass sie durch "Verunreinigungen"  im verwendeten Wasser, oder innerhalb des menschlichen Organismus mit anderen Elementen toxische Verbindungen eingehen.

Eine Kolloide Dispersion kann bei richtiger Lagerung ( dazu mehr im Kapitel....) mindestens 1 Jahr seine volle Wirksamkeit beibehalten. Ionische Lösungen verlieren nach spätestens 6 Monaten einen Großteil ihrer Wirkung.

©Urheberrecht. Alle Rechte vorbehalten.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.